OLT 05 - Aarebrücke Gäu, Olten SO

Années 2005
Tailles M
Client Kanton Solothurn
Coût 15 mio
Architectes IPAS Architekten und Planer AG , Architekt Klaus Schmuziger
Typologies Territoire
Coopération Emch + Berger AG, GVH SA
Statuts Projet
Commission Wettbewerb
© Visualisations Salvatore Chillari
Team Egger Michel
Ott Eric
Chillari Salvatore
Lieu Olten, SO

Information

Description:

Architektur und Städtebau Die innerstädtische lärmsensible Situation (Wohnquartier), der Anschluss an einen Tunnel und die attraktive Grünzone des Aareufers bedürfen mehr als eine Brücke als Verbindungselement. Das Tunnelportal und die notwendigen Lärmschutzvorrichtungen bilden mit der eigentlichen Trogbrücke ein Ganzes. Die Wellenbewegungen und die Materialisierung sind eine Spiegelung der geschwungenen Juraketten (JURALITHE) und der sehr weichen Moränelandschaft Oltens. Tragwerkskonzept Die Brückenkonstruktion der neuen Aarebrücke Olten besteht aus einem monolithischen Dreifeldtrog aus Stahlbeton, der schwimmend auf zwei Stützen im Fluss gelagert ist. Die Konstruktionshöhe des Troges nimmt im Stützenbereich leicht zu, womit ein optimaler statischer Wirkungsgrad erzielt werden kann. Die Stützen im Flussbereich und die Widerlager sind mittels Pfähle (Æ90) tieffundiert. Mit dem vorgesehenen Vorspannkonzept - 2x4 Kabel über gesamte Brückenlänge + je 2x2 Kabel in den beiden Randfelder (inkl. Stützenbereich) - lässt sich zum einen das Eigengewicht im Endzustand vollständig kompensieren und zum anderen wird gewährleistet, dass die Tragreserven sowohl für die Erstellung des Mittelfeldes (Abstützung Gerüst) als auch für Zusatzlasten einer möglichen Brückenerweiterung (Geh- und Radweg) ausreichend sind. Die Vorspannkabel sind in PE- Rohren ohne Kupplungen in den Trogwänden angeordnet. Dauerhaftigkeit und Unterhalt Mit der voll vorgespannten und einfach gehaltenen Massivkonstruktion wird eine hohe Gebrauchstauglichkeit sichergestellt. Die Anordnung der auswechselbaren Lager/ Fahrbahnübergänge im Uferbereich und die Verwendung von frosttausalzbeständigem Beton in Kombination einer hohen Bewehrungsüberdeckung (6cm) und Hydrophobierung im Spritzwasserbereich garantiert minimale Unterhaltskosten und eine lange Lebensdauer des Tragwerks. Wirtschaftlichkeit Durch die einfache Konstruktionsart lasst sich gepaart mit einem kostenoptimierten Bauverfahren eine sehr hohe Wirtschaftlichkeit erzielen. Aus Sicht des Projektverfassers kann das vorgeschlagene Brückenkonzept mit einer Gesamtbausumme von CHF 2.2 Mio. realisiert werden. Lärmschutz Die unterhaltsarmen Lärmschutzwände erreichen durch ihre Formgebung (Rundform), Anordnung (über Brüstung) und Materialisierung (eingefärbter Gasbeton) eine optimale Schallabsorbierung. Mit dem geplanten Tunnelportal und der Erhöhung des seitlichen Lärmschutzes wird es möglich sein, die vorgegebenen Planungswerte auch an den exponierten Stellen am westlichen Aareufer ohne den unterhaltsaufwendigen schallabsorbierenden Strassenbelag einzuhalten.